Nice to know

Barrique
Barrique bedeutet übersetzt aus der französischen Sprache Fass, im Bezug auf die Önologie ist jedoch konkret ein Eichenfass gemeint. Das Barrique wird im Bereich des Ausbaus von Rot- und Weißweinen eingesetzt und wird in der Lagerung verwendet, wo der Wein weiter reifen kann. Eichenfässer gibt es in den verschiedensten Größen nach Region und Tradition. Weine, die im Eichenfass gereift sind, werden abgekürzt oftmals auch als Barrique bezeichnet.

Barriquefässer haben einen großen Einfluss auf den Geschmack des Weines, weswegen die Herstellung sehr bedacht vollzogen wird. Ursprünglich wurden die Fässer nur von Küfereien in Frankreich produziert. Dabei hat man vorzugsweise die Traubeneiche verwendet, deren Einfluss auf den Wein die besten Bewertungen fand.

Nicht jeder Wein ist für die Reifung im Barrique geeignet. Kräftigere Sorten profitieren von dem Aroma, das durch das Holz übertragen wird, während subtilere Sorten förmlich erdrückt werden. Mit der Dauer der Lagerung runden Komponenten aus dem Holz, vorzugsweise Vanilin, das Aromaspektrum und die Tannine ab, so dass letztendlich ein vollendetes Geschmacksergebnis entsteht.


Systematik der Weindegustation
Zuerst sehen – Den ersten Eindruck vom Wein vermittelt Ihnen die Farbe und die Klarheit. Dazu halten Sie das maximal bis zur Hälfte gefüllte Glas gegen das Licht und Sie stellen fest, ob der Wein brillant, klar und die Farbe den Erwartungen entspricht.

Dann riechen – Durch kreisendes Schwenken das Glases beschleunigen Sie die Freisetzung der Duftstoffe des Weines. Durch Riechen („Schnüffeln“) über dem schwenkenden Weinglas können Sie die feinen und vielfältigen Duft- und Bankettnuancen wahrnehmen.

Nachher schmecken – Um bei der Probe einen richtigen Geschmacksausdruck zu bekommen, ist er erforderlich, den Probeschluck gleich-mässig im Mund zu verteilen. Das hierfür unerlässliche Hilfsmittel ist das Schlürfen des Weines über die Zunge unter gleich-zeitigem Einziehen von Sauerstoff.

Zum Schluss nachwirken lassen – Lassen Sie den Wein mit seinem Spiel der Duft- und Aromakomponenten möglichst lange nachwirken. Je länger bei einem Wein der Nachgeschmack anhält, umso gehaltvoller und wertvoller ist er.


Aroma-Rad
Interesse und Training sind das Rüstzeug, das dazu dient, die Aromen im Wein besser zu erkennen. Der Wein hat eine Vielfalt an Aromen zu bieten. Jeder Weintrinker macht deshalb mit den verschiedenen Geschmacks- und Duftnoten Bekanntschaft. Doch weiss er sie auch in Worte zu fassen? Unser Aroma-Rad kann dabei behilflich sein. Die im Wein/Destillaten erkannten Aromen können Ihnen Rückschlüsse auf Herkunft, Rebsorte und Herstellungsart vermitteln.


Wein Bestandteile
Das älteste und edelste Kulturgetränk des Menschen, der Wein, ist durch überlieferte Hieroglyphen und Bilder der alten Ägypter seit mehr als 4600 Jahren bekannt. Wenn man die Fachliteratur des vorigen Jahrhunderts zum Thema Weinbau liest, so ist die geistige Nähe unserer Urgrossväter zur Technik des Weinbaus der alten Ägypter grösser als die zu uns heutigen Urenkeln. Diese Feststellung zeigt den grossen Wissenssprung, der auch im Thema Weinbau in den letzten hundert Jahren vollzogen wurde.

Wein besteht chemisch aus:

  • Wasser
  • Kohlehydraten, in erster Linie Zucker (Einfachzucker, Glucose und Fruchtzucker).
  • Säuren, Fruchtsäuren (vor allem Apfelsäure, Weinsäure und Zitronensäure, die als freie Säuren für den sauren Geschmack verantwortlich sind) und Mineralsäuren (Phosphorsäure, Salzsäure, Schwefelsäure,…)
  • Gerbstoffen, die vor allem von Rebkernen (und Traubenstielen) bei längerer Einwirkung in den Most übergehen.
  • Mineralstoffen, wie Schwefel, Bor, Chlor, Phosphor, Kalium, Kalzium, Magnesium und diverse Spuren- elemente. Diese Stoffe finden sich nach der Verbrennung in der Weinasche.
  • Stickstoffverbindungen, dazu gehören die vielen verschiedenen Aminosäuren und die Enzyme.
  • Bukettstoffen, auch Aromastoffe genannt, die in sehr geringer Konzentration im Wein anzutreffen sind. Das sind Ester, Alkane, Ketone, Lactone, Terpene und andere Stoffe.
  • Farbstoffen, wie Chlorophyll, Caroten, Xantophyll, Flavone.
  • Vitaminen, wie Vitamin C, Vitamin B, Vitamin A und das im Traubenmost besonders hochkonzentrierte vitaminähnliche Vitamin P.
  • Reststoffen, wie das wachsartige Vitin, Fette und Öle,…